professionelles Nachfassen

Ein potentieller Kunde erkundigt sich nach einem Angebot. Sie machen sich ans Werk, erstellen das Angebot und senden es zu.

Es erfolgt allerdings keine Reaktion des Kunden. Diese Situation kennen viele Selbstständige und wissen wie viel Frust sie erzeugen kann.

Oft resigniert man und der Gedanke „Da kann man nichts machen“ schleicht sich ein.

Das stimmt nicht. Man kann seine Angebote nachfassen.

Zweifel

Oft wird das Nachfassen unterlassen, da man sich dem Kunden nicht aufdrängen will, oder man das Gefühl hat, man belästigt den Anfrager.

Man kennt schließlich ähnliche Situationen aus seinem Privatleben.

Was im privaten Bereich durchaus gilt, kann man nicht so einfach auf den geschäftlichen Sektor übertragen.

Es ist vollkommen legitim bei einer Angebotserstellung nochmals nachzuhaken, ob weiterhin Interesse besteht.

Gründe für ein Ausbleiben einer Reaktion

Wer gute und strukturierte Angebote sendet, muss oft nicht nachfassen, da die Kunden von selber reagieren. Bei vielen Anfragen ist es aber nötig.

Ausserdem bekommt man so als Unternehmer wertvolles Feedback auf seine Angebote um diese in Zukunft besser und gezielter erstellen zu können.

Hier ein paar Gründe warum sich der potentielle Kunde nach der Anfrage nicht mehr meldet:

 

  • Das Angebot ist nicht richtig angekommen (falsche email Adresse, Spam Ordner usw)
  • Der Kunde ist sich unsicher und benötigt mehr Beratung
  • Er hat vergessen sich zu melden.
  • Die Kunden wollen erfahren ob sich der Angebotsersteller um sie bemüht indem er nochmal nachfragt.
  • Die Bearbeitung des Angebots dauert etwas wegen dem Tagesgeschäft
  • Das Angebot sieht nicht professionell genug aus

Arten des Nachfassens

Beim Nachfassen unterscheidet man zwischen mehreren Arten. Per Telefon, per Email, persönlicher Besuch oder per Brief.

Nachfassen per Telefon

Der Anruf bietet natürlich den Vorteil, dass der Kunde direkt Kontaktiert wird und somit auch direkt antworten muss. ausserdem ist ein persönlicher Kontakt auch immer auf einer anderen Eben als Briefe oder Mails.

Natürlich muss man bei einem Telefonat spontaner und direkter auf Rückfragen antworten können. Das Hintergrundwissen muss ebenfalls direkt abgefragt werden können.

Nachdem man höflich an das Angebot erinnert hat, wird einem der Kunde sofort und ungefiltert seine Gründe für eine Zu- oder absage mitteilen oder noch mehr Informationen verlangen.

Das Wichtigste ist hier höflich zu bleiben. Wer allzu enttäuscht oder böse auf eine Absage reagiert wird auch in Zukunft keine Geschäfte machen können.

Nachfassen per Mail

Beim Nachfassen per mail bietet sich der Vorteil, dass man nochmal genau formulieren und darlegen kann bevor man sie abschickt. Wenn man nochmals auf Details des Angebots eingeht, erweckt man ebenfalls den Eindruck keine Standardmail aus einer Vorlage versendet zu haben.

Man kann hier ebenfalls nochmal besondere Konditionen anbieten oder nebenbei erwähnen.

So wird der potentielle Kunde sich nochmals mit mit dem Angebot beschäftigen.

Nachfassen per Brief

Beim Brief ergeben sich die gleichen Vorteile wie bei der Email. Wobei ein Brief nochmals offizieller wirkt als eine email.

Als Nachteil ist hier natürlich die zeitliche Verzögerung zu nennen.

Man sollte auch möglichst direkt das Angebot erwähnen und auf ein allzu unkonventionelles Layout verzichten, da sonst der Anschein eines Werbebriefs entsteht.

Nachfassen bei einem persönlichen Besuch

Diese Variante eignet sich am Besten für Anfrager mit denen schon eine geschäftliche Beziehung besteht. So signalisiert man ein großes Interesse an einer Fortführung der Beziehungen und unterstreicht nochmal die Bedeutung des Kunden.

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