Die Haftung des GmbH Geschäftsführers

Der Gesellschafter einer GmbH kann sich aus der Geschäftsführung weitestgehend heraushalten. Der Geschäftsführer allerdings muss bei seiner Tätigkeit die „Sorgfalt eines ordentlichen Geschäftsmannes anwenden“. Grundsätzlich haftet er nur der Gesellschaft gegenüber.

 

Die Haftung gegenüber Dritten (Außenhaftung)

Gegenüber Außenstehenden haftet der Geschäftsführer nur bei der Rechtsverletzung gegenüber eines anderen sowie bei der Verletzung  seinen Pflichten den Behörden gegenüber wie z.B. Nichtabführung von Sozialversicherungsbeiträgen und Verletzung von steuerlichen Pflichten sowie Steuerhinterziehung. Die Krankenkassenbeiträge sind ebenfalls oft ein Streitpunkt, da bei versäumter Abführung schnell ein  Haftungsfall eintreten kann.

Wenn die Gesellschaft überschuldet oder zahlungsunfähig ist, muss der Geschäftsführer innerhalb von drei Wochen Insolvenz anmelden. Wird diese Frist versäumt, kann dies als Insovenzverschleppung gelten und mit Gefängnisstrafen mit eine Geldstrafe oder mit bis zu 3 Jahren Gefängnis bestraft werden

Haftung gegenüber der Gesellschaft (Innenhaftung)

Bei Pflichtverletzung haften GmbH Geschäftsführer für jede Form der Fahrlässigkeit, auch für leichte Fahrlässigkeit. Die Gesellschafter müssen nicht nachweisen, dass der Geschäftsführer falsch gehandelt hat, er muss nachweisen, dass er richtig gehandelt hat. Den Gesellschaftern reicht schon den Verdacht zu erklären. Durch diese faktische Beweislastumkehr leben Geschäftsführer relativ gefährlich. Es ist deshalb unerlässlich Haftungshöchstgrenzen im Vertrag festzulegen. Vorsatz kann nie eingeschränkt werden, einfache Fahrlässigkeit hingegen schon. Wobei die Begrenzung bei grober Fahrlässigkeit umstritten ist. Die leichte Fahrlässigkeit kann hingegen ganz ausgeschlossen werden.

Die Haftung des Geschäftsführers kann in Sonderfällen ebenfalls ausgeschlossen werden, wenn der Schaden durch die Ausführung gültiger Weisungen der Gesellschafter entstanden ist. Er ist zur Befolgung gesetzlich verpflichtet und eine Befolgung einer gesetzlichen Pflicht kann keine Schadenersatzansprüche begründen. Wenn die Weisung allerdings nicht gültig war, haftet trotzdem der Geschäftsführer und der Gesellschafter immerhin teilweise.

Begrenzung des Schadensersatzes

Zu der Begrenzung der Schadenersatzhöhe gibt es bisher noch keine Urteile. Somit ist es sinnvoll die Haftung auf 10% der Schadens oder auf ein Jahresgehalt zu beschränken, je nach dem welcher Betrag niedriger ist. Es gibt seit einigen Jahren ebenfalls spezielle Vermögenshaftpflichtversicherungen für Geschäftsführer. Diese kommen aus den USA und man hat die Bezeichnung D&O Versicherung (Directors and Officers) übernommen.

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